Im Zuge einer Meldung der dpa vom 9.
Juli 1997 sehen wir uns leider gezwungen, folgende Richtigstellung zu distribuieren:
IBM entwickelt OS/2 Warp weiter in Richtung Network
Computing und Inter- und Intranetworking. Der jüngst vorgestellte
schlanke Arbeitsplatz mit dem Codenamen Bluebird zeigt dabei architektonisch,
wohin die Richtung geht: schlanke Clients für den Arbeitsplatz, leistungsfähige
Server für den Betrieb der Anwendungen. In die Weiterentwicklung werden
sowohl 1997 als auch 1998 mehrere Hundert Millionen US-Dollar investiert.
Die im Interview getätigte Aussage von Bill
Etherington, General Manager von IBM Europe, Middle East and Africa, ist
insgesamt wie folgt: "Wir betrachten OS/2 Warp als die einzige stabile
und skalierbare Betriebssystemplattform für Business To Business Anwendungen.
Wir werden weiter in diesem Geschäft aktiv sein. Die Schlacht im Consumermarkt
(private Endkunden!) hingegen ist an Windows 95 verloren - das muß
zugegeben werden. Wir haben OS/2 Warp an den wachsenden Internet- und Intranet-Markt
angepaßt und dorthin weiterentwickelt."
Die bereits seit letztem Jahr durchgeführte
Fokussierung auf den mittleren und großen Unternehmensmarkt wird
daher weiter fortgesetzt. In diese Fortentwicklung von OS/2 Warp wird sowohl
dieses als auch nächstes Jahr weiterhin ein mehrstelliger Millionendollarbetrag
investiert. Gleichzeitig wird auch die Schulung von Partnern, durch Marketingprogramme
und durch den Einsatz von Vertriebsbeauftragten innerhalb von IBM fortgesetzt
- insbesondere im Bereich der Serveranwendungen, die inzwischen für
alle wichtigen Plattformen IBM und Nicht-IBM zur Verfügung stehen.
Die Fokussierung auf den Serverbereich wird auch
von Marktforschungsinstituten als günstig bezeichnet: Jüngste
Prognosen von Dataquest zeigen weltweit fuer den OS/2 Warp Server, die
Serverbetriebssystemversion von OS/2 Warp stabile bis leicht wachsende
Marktanteile - in einem insgesamt größer werdenden Markt - voraus.
Dies können wir bestätigen. Darüber hinaus wurden nicht
nur 10 Millionen Einheiten Clients, wie in dpa geschrieben, sondern bereits
14 Millionen Einheiten verkauft.
Irgendwelche verkürzten Aussagen, daß
IBM OS/2 Warp gänzlich vom Markt zurückziehen würde, entbehren
weiterhin jeder Grundlage.
Siehe auch:
"Wer gewinnt im Konsumentenmarkt?
- OS/2 wird neu positioniert". Interview mit Richard Seibt, Geschäftsführer
für den Bereich Software bei IBM Deutschland (Süddeutsche Zeitung
vom 12. Juli 1997).
Quelle: IBM, 14-July-97
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