OS/2 Warp verzeichnet starkes Wachstum bei Finanzdienstleistern - Banken setzen auf Network Computing Infrastruktur von IBM 

München - 01.08.97. Eine soeben veröffentlichte Studie der Mentis Group belegt dominierende Marktanteile von OS/2 Warp für den Finanzsektor. Die Werte wurden dabei nicht auf dem OS/2-freundlichen deutschen oder europäischen, sondern auf den hart umkämpften US-Markt erhoben.

In Deutschland ist man es eigentlich schon gewöhnt: Wo auch immer man eine Bankfiliale betritt, trifft man mit ziemlicher Sicherheit in irgendeiner Form auf ein OS/2 Terminal. Die US-amerikanische Mentis Group, renommierte Marktforscher für die Finanzdienstleister-Branche, belegt nun eine dominierende Stellung von OS/2 Warp im Bankensektor auch für das Mutterland der IBM Plattform: In der Erhebung "1997 Banking Systems and Technology: Retail Delivery and Branch Automation" wird dem OS/2 Warp Server für 1996 ein Marktanteil von 42 Prozent zugewiesen. In der vorherigen Untersuchung erreichte Warp Server noch einen Anteil von 32 Prozent.

Der Zuwachs ist im wesentlichen auf die System-Entscheidung von über 20 Instituten zurückzuführen, die neu auf OS/2 setzen - bei den anderen ist keine fundamentale Änderung ihrer Systemplattform-Strategie zu verzeichnen. Als zentrale Client-Plattform kommt OS/2 Warp im Bankenumfeld auf einen Marktanteil von 35 Prozent (vormals 25).

Die Studie belegt des weiteren einen dominierenden Marktanteil von OS/2 bei größeren Banken. Von etwa 40.000 erfaßten Servern laufen 16.000 unter OS/2. 95 Prozent der OS/2-Server sind bei Banken installiert, deren Einlagevolumen die 1-Mrd.-Dollar-Grenze überschreitet. OS/2 ist das führende Betriebssystem für Filial-Server auch bei Finanzhäusern mit einem Einlage-Volumen größer als 4 Mrd. US-Dollar. Die Hälfte dieser Häuser benannte OS/2 als ihre primäre Server-Plattform.

Dort sind Installationen mit hunderten von Servern und tausenden von Clients keine Seltenheit (so etwa bei der First Virginia Banks, Inc.), ebensowenig wie heterogene Umgebungen mit Novell- und Windows-NT-Servern sowie NT-Clients, die auf OS/2 Server zugreifen (IAG Credit Bank Union). Auch verzeichnet die Studie umfassende Intranet-Lösungen unter OS/2 Client- und Server-Plattformen (so bei der Chevy Chase Bank, Maryland, die ihre sämtlichen Finanztransaktionen ihrer 125 Filialen über ein OS/2-Intranet abwickelt).

"OS/2 bleibt weiterhin ein wesentliches Betriebssystem in den Filialen von größeren Banken und bei deren Client/Server-Installationen", so Dr. James Moore, President und CEO der Mentis Group. "Unsere Erhebungen ergaben darüber hinaus, daß OS/2 bei europäischen Banken noch verbreiteter ist als in USA."

Damit ist, allen Unkenrufen zum Trotz, ein weiterer Beleg für die Vitalität der IBM-Plattform für Intel-basierende Serversysteme zu verzeichnen. "Die steigenden Marktanteile sind sicher auch darin begründet, daß viele mittlere und große Unternehmen - und damit auch viele Finanzdienstleister - an der Implementierung von Network Computing Lösungen arbeiten, an dem Einstieg in umfassende Internet- und Intranetlösungen. Dabei wollen sie ihre bisherigen Software-Investitionen nachhaltig schützen. Ebendies ist mit OS/2 Warp möglich", erläutert Richard Seibt, Geschäftsführer der IBM Deutschland und verantwortlich für den Unternehmensbereich Software in Zentraleuropa, das Ergebnis der Banken-Studie.

IBM ist damit auf allen Plattformen der führende Anbieter von Systemsoftware und Betriebssystemen für den Bankenbereich. Praktisch alle größeren Banken setzten einen Host mit dem Betriebssystem IBM VMS (S/390) ein, als Transaktionssystem wird IBM CICS bevorzugt. Auch die IBM Datenbank DB2 spielt im Sektor der Finanzdienstleister eine herausragende Rolle.

"OS/2 ist unsere Speerspitze bei der zukünftigen Entwicklung von Network Computing. Deshalb haben wir 1996 mehr denn je in OS/2 investiert. Und sowohl 1997 als auch 1998 werden wir nochmals mehrere Hundert Millionen US-Dollar in die Weiterentwicklung stecken. Der jüngst vorgestellte schlanke Arbeitsplatz mit dem Codenamen "Bluebird" zeigt die Zukunft von OS/2 Warp: schlanke Clients für den Arbeitsplatz, leistungsfähige Server für den Betrieb der Anwendungen und zur Vernetzung heterogener Clients," so Seibt zur Strategie von OS/2.

Jüngste Prognosen von Dataquest prognostizieren auch jenseits des Bankenbereichs stabile bis leicht wachsende Marktanteile für den OS/2 Warp Server. Von dem OS/2 Warp Client wurden bis jetzt weltweit 14 Millionen Einheiten verkauft.

Quelle: IBM, 1-Aug-97


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