Dahinter steckt eine Client/Server-Lösung, bei der sämtliche Administrations- und Konfigurationsaufgaben auf einem OS/2 Warp Server durchgeführt werden. Der Client benutzt eine lokale Platte nur noch für den virtuellen Speicher, also die Auslagerungsdatei. Alle Anwendungen werden ebenfalls vom Server geladen, in der Standardausführung kann WorkSpace On-Demand alle DOS-, OS/2- und 16-Bit-Windows-Anwendungen ausführen. Durch Zusatzprodukte wie etwa on Citrix kommt der WorkSpace-Nutzer dann auch in den Genuß von Win32-Applikationen.
Nur in technischen Papieren hebt die IBM darauf ab, daß auch der Client-Code auf dem gewohnten OS/2 basiert. Dem Anwender würde das wahrscheinlich auch nicht auffallen - standardmäßig bootet der Client in eine stark vereinfachte Shell, die etwas an OS/2 1.1 erinnert. Auf welche Anwendungen der User Zugriff hat, wie sich das Menü präsentiert, oder ob die Shell gar nur aus dem Netscape Browser besteht, legt allein der Administrator am Server fest.
WorkSpace On-Demand soll im November zu einem Preis von 729,- US-Dollar verfügbar sein. Darin enthalten sind die Verwaltungs- und Administrationswerkzeuge für den Server, der Client-Code, die Java Virutal Machine, der Netscape Browser und eine Client-Lizenz. Ein OS/2 Warp Server ist nicht Teil des Pakets, aber Voraussetzung, um es einsetzen zu können. Zusätzliche Client-Lizenzen kommen auf 249,- US-Dollar.
Quelle: c't News-Ticker, 2-Sep-97