Was ist "von A - Z" ?
Unsere A-Z-Reihe wurde deshalb konzipiert, weil heutzutage zwar jeder über Computer redet und berichtet, aber nur einige wenige sich noch im Dschungel von Bits & Bytes auskennen. Deswegen haben wir in diesen Spezialsendungen Wert darauf gelegt, so viel Fachbegriffe wie möglich wegzulassen. Trotzdem sollen soviel Informationen wie möglich vermittelt werden.
Nach unserer ersten Ausgabe "Internet von A-Z" wurden wir in unserem Weg bestätigt, daß man "Computer" und die ganzen Sachen drumrum, auch ganz gut ohne Megabyte, Gigahertz oder Terraflop erklären kann.
Was sind denn nun eigentlich diese Betriebsysteme ?
Nun, die ersten Computer die es gab waren räumefüllende Metallkästen, die man entweder durch das Umlegen von sehr vielen Hebeln bedienen musste, oder man fütterte sie mit Papierstreifen, Lochkarten genannt.
Heutige Computersysteme haben eine ungeheure technologische Entwicklung hinter sich. Alles wurde kleiner und schneller gemacht. Was eben früher noch ganze Häuser füllte, passt heute in eine Armbanduhr.
Mit der Weiterentwicklung änderte sich auch die Art und Weise der Benutzung von Computern.
Doch egal wie billig oder wie teuer Computer heutzutage sind, und egal von welchem Hersteller sie kommen, alle haben eines gemeinsam - sie sind nach wie vor so intelligent wie ein Eimer Milch. Na ja, einige haben schon das Niveau eines Regenwurms, aber die kann man als Normalsterblicher nicht bezahlen.
Die sogenannten Betriebssysteme haben nun die Aufgabe, die ziemlich unintelligenten Blechkisten dazu zu bewegen, die Arbeiten zu verrichten, die sein "Mensch" von ihm fordert. Übrigens, für nahezu Alles verwendet man im Computerbereich englische Begriffe. Auch natürlich für Betriebssysteme - diese heissen dann
OS = Operating System = Betriebssystem !
Ein Betriebssystem ist nichts anderes, als eine Schnittstelle zwischen Mensch und Computer. Um einen allseits bekannten Werbespruch zu verwenden:
(O.K. ein wenig abgewandelt)
Im Prinzip geht Alles, ohne Betriebssystem geht nichts.
DOS/Windows
Wer von Windows redet, meint kein bestimmtes Betriebssystem, sondern eine ganze Reihe von Produkten einer Firma namens Microsoft. Der Begriff Windows leitet sich von der fensterartigen Struktur ab, die sich dem "Windows-Nutzer" bietet.
Diese Windows-Programme arbeiten nur auf einer speziellen Art von Computern, die man Intel-Rechner oder IBM-kompatibele Computer nennt. Da dieser Typ von Computer der am weitesten verbreitete ist, erklärt sich unter anderem der große Erfolg dieses Betriebssystems.
Am Anfang der Entwicklung von Windows stand ein sogenanntes befehlsorientiertes Betriebssystem genannt DOS ( DISK OPERATING SYSTEM). Dort musste man kryptische Zeichen eingeben, um den Computer zu bedienen.
Zum Beispiel copy a:neues.txt C: - um eine Datei von einem Datenträger auf einen anderen zu kopieren.
Mit der Zeit wollten die User aber mehr Komfort, und so entwickelten die Programmierer aus dem Hause Microsoft an sogenannten "Graphischen Benutzeroberflächen" herum. Sinn und Zweck aller "Benutzeroberflächen" ist es, den Computer größtenteils mit einer Computermaus zu bedienen, einfach durch Anklicken irgendwelcher graphischer Elemente. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Nur im Aussehen und in den Funktionen unterscheiden sich die verschiedenen Windows-Versionen.
Derzeitige aktuelle Version ist Windows 95. Im Jahre 1995 veröffentlicht, stellte dieses Betriebssystem eine grundlegende Erneuerung der Windows-Produkt-Palette dar. Neben einem neuen Erscheinungsbild, änderte sich vor allem die "Arbeitsweise" des Systems. Bis zu Windows 95 arbeiteten die Windows-Betriebssysteme auf der sogenannten 16 Bit Ebene, mit Windows 95 war das 32 Bit-System geboren.
KEINE ANGST !!!!! - die Erklärung ist recht simpel.
In einem Computer flitzen Daten hin und her, zum Beispiel von einem Grafikprogramm zur Textverarbeitung. Bei 16 Bit flitzten 16 Zeichen auf einmal durch das Computersystem. Nun wurde einfach dieser Weg, auf dem die Daten herumflitzen, einfach um das Doppelte verbreitert - auf 32 Bit.
Weitere Neuerung bei Windows 95 war die Tatsache, daß man bisher noch das gute alte DOS brauchte, um Windows laufen zu lassen. Bei Windows 95 wurde zum ersten Mal ein DOS mitgeliefert, das in das in WIN 95 integriert wurde. Diese Maßnahme sollte sicherstellen, daß weiterhin die "alten" DOS-Programme, vor allem Spiele, auch auf Windows laufen sollten.
Als Windows-User hat man die sichere Gewissheit, daß man seitens
der Hardwarehersteller (Drucker, Grafikkarten, Soundkarten etc.) niemals
alleine dasteht, denn dieses Betriebssystem wird mit sogenannten Treibern
unterstützt. Es ist auf jeden Fall auch ein Betriebssystem, daß
sicherlich auch noch in den nächsten Jahren zukunftssicher ist.
Fazit:
Obwohl "Windows" und im Besonderen Windows 95 das meistgenutzte Betriebssystem der Erde ist, darf man aber eines nicht verschweigen - Windows ist ein sehr großes und komplexes Betriebssystem geworden. Viele Zeitschriften- und Buchautoren verdienen eine Menge Geld damit, Fehlerbehebungs-Hilfen zu veröffentlichen, die man manchmal dringend nötig hat. Für den ungeübten Anwender können Probleme auftreten, die ohne Hilfe eben nicht zu lösen sind.
LINKS:
http://www.microsoftwindows98.com/
http://top-network95.de/home.htm
http://www.yahoo.de/Computer_und_Internet/Betriebssysteme/
http://www.yahoo.com/Computers_and_Internet/Operating_Systems/
Bücherliste:
Titel: MS-DOS 6.2
Autor: Josef Steiner
Verlag: Markt & Technik
ISBN: 3-87791-572-8
Preis: 39.80 DM
Titel: Visual Handbook Win 95
Verlag: QUE
ISBN: 3-8272-1023-2
Preis: 49.95
Titel: Das große Buch zu Win 95
Verlag: Data Becker
ISBN: 3-8158-1252-6
Preis: 59 DM
Titel: Windows 98 kommt
Autor: Mathias Nolden
Verlag: Markt & Technik
ISBN: 3-8272-5355-1
Preis: 29.95 DM
MAC-OS
Im Jahre 1976 begann in einer amerikanischen Garage die Geschichte von Apple und seinem Betriebssystem MAC-OS. Steve Jobs und Steve Wozniak stellten damals im kleinen Kreise eines Computerclubs ihren Apple 1 vor, der über eine Geschwindigkeit von etwa 1 Mhz und einem Datenspeicher von 4 Kbyte verfügte. Dieser erste Apple war noch recht umständlich mit kryptischen Befehlen zu steuern. Doch Apple erkannte als erste Firma der Welt, daß der Mensch seinen Computer lieber mit einer Computermaus bedient und auf kleinen Icons herumklickt. So wurde LISA "geboren" der erste Computer der Welt mit graphischer Benutzeroberfläche. Das Problem war nur der Preis - die Innovation kostete 30.000 Dollar. Aber - das Mac-OS war geboren.
Mit der Weiterentwicklung der Apple-Computer ging auch die Entwicklung des Macintosh-Betriebs-Systems, das nur auf Apple oder applekompatibelen Rechner läuft ( Stichwort ist hier Macintosh-Clones) weiter.
Apple war und ist Vorreiter in Sachen graphischer Benutzeroberfläche. Die Philosophie lautet - so einfach und verständlich wie möglich. Damit sich der Nutzer des Mac-OS immer sofort bei neuen Programmen oder Betriebssystem-Weiterentwicklungen zurechtfindet, wurde eine Normierung der "Benutzerschnittstelle" geschaffen. Diese Normierung wurde durch einen Computerchip erreicht, der fest in jeden Apple-Computer eingebaut ist. Alle Neuentwicklungen müssen sich an diesen Standard halten.
Schon recht früh stellte sich das Macintosh-OS als ideale Spielwiese für Grafikanwendungen heraus, wo Mac-OS auch heute noch zum überwiegenden Teil eingesetzt wird. Aber auch im Bereich Multimedia ist Mac-OS ein oft benutztes System, da es bereits im Betriebssystem sehr viele Multimedia-Funktionen integriert hat. In vielen Fernsehanstalten werden Videoschnittsysteme auf Mac-OS-Basis benutzt. Auch in der Produktion von Musiktiteln werden Apple-Computer eingesetzt. Auch im Bereich Internet-Seiten-Erstellung wird das Betriebssystem Dank seiner einfachen Bedienung sehr oft eingesetzt.
Auch Standard-Applikationen wie die sogenannten Office-Pakete oder Buchhaltungsprogramme gibt es für dieses Systeme.
Mac-OS ist auch bekannt für seine, sagen wir, kleinen Spielereien. So findet man etwa eine integrierte Spracherkennung, mit der man seinen Apple-Computer steuern kann, oder die immer wieder nette "Begrüßung" wenn man seinen Apple-Rechner startet. Auch so Kleinigkeiten wie den automatischen Auswurf von Disketten ist schon seit Beginn an in das Betriebssystem integriert.
Bis zum September 1997 gab es das Macintosh-OS kostenlos zu den Apple-Computern dazu. Seit diesem Zeitpunkt kostet auch hier das Betriebssystem Geld. Der ungefähre Preis für die aktuelle Version 8.0 liegt bei etwa 200 DM.
In der aktuellen Version des MAC-OS wurden Technologien wie den Zugang zum Internet, oder die Computersprache der Zukunft JAVA vollständig in das Betriebssystem integriert. Man muss sich also nicht durch unzählige Programme durchhangeln um ins Internet zu kommen, sondern man gibt einfach eine Internet-Adresse ein, und das System verbindet den User mit der gewünschten Internet-Seite.
Fazit:
Obwohl das Mac-OS in Deutschland, im Vergleich zu z.B. Windows, eine eher untergeordnete Rolle spielt, halten wir dieses Betriebssystem für ein sehr empfehlenswertes System. Gerade ein Computer-Anfänger findet sich mit Mac-OS sehr schnell zurecht, da es intuitiv zu bedienen ist. Viele Konkurrenz-Betriebssysteme haben in ihren Produkten Ideen verwirklicht, die ursprünglich vom Mac-OS stammen. Verschweigen wollen wir natürlich auch nicht, daß man den Komfort und die einfache Bedienung durch einen höheren Preis in Sachen Hard- und Software bezahlt. Auch ist das Software-Angebot, im Vergleich zu anderen Systemen nicht so umfangreich. Das Motto lautet hier, klein aber fein.
Macintosh zu Hause
Autor: Klaus Zellweger
Verlag: Smart Books
ISBN 3-908488-02-8
Preis: 79 DM plus CD-ROM
Die Macintosh Fibel
Ungekürzte Übersetzung der amerikanischen Macintosh Bible,
6th ed.
1120 S., 2., erw. Aufl. 1997, geb.,
Preis: 99,90 DM
ISBN 3-8273-1312-0
Links:
http://www.apple.com/macos/8.1/
http://www-gsb.stanford.edu/~roxyhart/haim/mac.htm
http://www.yahoo.com/Computers_and_Internet/Operating_Systems/
http://www.macup.com/macmags/default.html
UNIX / LINUX
1969 war der Startschuss für eines der mächtigsten Betriebssysteme der Welt - UNIX. Ken Thomson und Dennis Ritschie entwickelten am Bell Laboratory USU die erste Version dieses System, das sich durch hohe Stabilität, Sicherheit und Schnelligkeit auszeichnen sollte. Dies wurde auch verwirklicht und bis zum heutigen Tage hat sich an den positiven Aspekten dieses Betriebsystems nichts geändert. Sehr viele Firmen benutzen UNIX heutzutage um die Netzwerke ihrer Unternehmen zu steuern. Der überwiegende Teil der Internet-Computer dieser Erde arbeiten auf Basis von Unix. Man sagt deshalb auch, daß Unix die Wiege des Internet ist.
Gerade dort, wo man sich hundertprozentig auf ein Betriebssystem verlassen muß, wie beispielsweise der Steuerung der Satellitenschüsseln von 3sat/ZDF, wird Unix eingesetzt. Unix gibt es heutzutage von verschiedenen Firmen
( Hewlett Packard, SCO, SUN...), die meistens für den normalen Anwender nicht bezahlbar sind.
Aus diesem Grunde setzte sich ein findiger Finne mit Namen Linus Torvalds in seiner Studentenbude hin, und entwickelte eine Unix-Version, die die gleichen Vorteile von Unix haben sollte, aber kostenlos kopierbar sein - Linux war geboren. Die Urform von Linux wurde von Linus Torvalds ins Internet gestellt und tausende von Programmierern auf der ganzen Welt haben Linux bis zum heutigen Tage, und natürlich in Zukunft, weiterentwickelt.
Doch nicht nur viele Privat-Anwender haben die Vorteile von Linux entdeckt, auch viele Firmen setzen dieses Betriebsystem ein. Nach einer aktuellen Umfrage von Datapro, einem amerikanischen Meinungsforschungsinstitut, benutzen 27 Prozent deutscher Unternehmen das Betriebssystem Linux.
Linux gibt es, in verschiedenen Versionen, und fast für jeden Computertyp dieser Erde, kostenlos im Internet zum herunterladen. Auch werden Linux-Versionen auf Zeitschriften-CD-Roms angeboten oder findet man auf sogenannten Linux-Distributionen. Diese "Distributionen" sind "ich nehme Dich an der Hand"- Installationspakte mit zusätzlicher Software wie Büropakete etc.. Diese gibt es zwischen 100 und 200 D-Mark.
Ungewöhnlicher, aber mittlerweile etablierter Vertriebsweg für Linux ist der Computer-Fachbuchhandel (Zum Beispiel J.F. Lehmanns) . Dort findet man nicht nur Literatur zu Linux, sondern auch gleich die Linux-Software dazu.
Auch im Bereich Linux hat sich mittlerweile natürlich die sogenannte graphische Benutzeroberfläche etabliert. Diese gibt es nicht nur von einem Hersteller, sondern man hat auch in diesem Punkt eine größere Auswahl. Man muß also nicht unbedingt kryptische Zeichen lernen, um Linux zu bedienen.
Fazit:
Linux ist ein Betriebssystem, das man sich auf jeden Fall einmal anschauen sollte. Möglichkeiten gibt es zum Beispiel auf dem Linux-Kongress, der einmal im Jahr stattfindet, oder auf sogenannten Linux-Installationsparties, die quer durch Deutschland organisiert werden. Linux bietet große Leistung für wenig Geld und: macht selbst aus betagteren 486-Systemen noch richtige "Rennmaschinen".
Da es für den unerfahrenen Anwender nicht zu empfehlen ist, eben mal so mit dem Betriebsystem Linux anzufangen, raten wir zu den Distributionen. Man kann die Firma, von der man die Linux-Distribution gekauft hat, dann auch ruhig mit Fragen belästigen. Dort erhält man auch Weiterentwicklungen in Sachen Linux
Auswahl an Adressen von Distributoren:
Lunetix
Donaustraße 16
12043 Berlin
Tel: 030 / 6235787
Fax: 030 / 6237293
S.u.S.E.
Gesellschaft für Software und Systementwicklung
Gebhardstraße 2
90762 Fürth
Tel: 0911 / 7405331
Fax: 0911 / 7417755
delix Computer GmbH
70176 Stuttgart
LST Software GmbH
Erlangen
Unsere Links zum Thema Linux:
http://www.fokus.gmd.de/linux/linux-servers.html
ftp://ftp.informatik.tu-muenchen.de
ftp://ftp.rrze.uni-erlangen.de
ftp://ftp.informatik.uni-rostock.de
ftp://ftp.informatik.uni-hamburg.de
ftp://ftp.forwiss.uni-passau.de
Distributoren:
http://www.springerny.com/samples/linux/linux.html
http://www.cdrom.com/titles/slackware.html
Allgemeine Linux-Internet-Seiten:
http://www.suse.de/Support/sdb/rolf_weblinks.html
http://www.-ocean.tamu.edu/~baum/linuxlist.html
http://www.cs.helsinki.fi/~torvalds
http://www.huwig.de/linux/mama
http://www.escape.de/user/laura/linuxgr.htm
Linux-Suchmaschine:
http://www.fokus.gmd.de/linux/linux-sengines.html
Literatur zu Linux:
Linux Anwenderhandbuch
Autor: Hetze, M. Mueller:,
Verlag: Lunetix;
ISBN:3-929764-05-9
Jochen Hein:
Linux-Companion zur Systemadministration, Installation, Konfiguration,
Administration;
Addison-Wesley,
ISBN 3-89319-869-5
Matt Welsh, Lar Kaufmann:
Linux - Wegweiser zur Installation und Konfiguration;
O'Reilly/International Thomson Publishing,
ISBN 3-930673-19-3
Jessica Perry-Hekman:
Linux in a Nuthshell, Deutsche Ausgabe; O'Reilly/
International Thomson Publishing,
ISBN 3-930673-57-6
Wolfhard von Thierer
ISBN: 3-8272-5141-9
Preis: 39.95 DM
OS/2
OS/2, ein Produkt der Firma IBM, ist - ähnlich wie Windows und DOS - ein Betriebssystem, das ausschließlich auf Prozessoren der Firma Intel läuft, man spricht deshalb auch von einem Intel-basierten System.
Das erste OS/2 wurde noch von IBM und Microsoft gemeinsam entwickelt.
Nach der Trennung entwickelte Microsoft das auf DOS aufbauende Windows.
IBM hingegen konzentrierte sich auf OS/2. Dieses Betriebssystem - die aktuelle Version heißt OS/2 Warp 4 - ist äußerst zuverlässig und absturzsicher und wird deswegen auch bevorzugt von Großunternehmen und Netzwerkbetreibern eingesetzt.
Auch wenn IBM sich mit der Weiterentwicklung seiner Betriebssysteme mehr und mehr an Großkunden wendet und obwohl sich die überwältigende Mehrheit der Heimanwender für Windows entschieden hat, so stellt OS/2 dennoch eine Alternative auch für den Heimanwender dar.
Alle Anwendungen, die für den Heimanwender relevant sind, sind auch mit OS/2 möglich: von Textverarbeitung über Datenbanken, Tabellenkalkulation, Internet sowie Multimedia und Netzwerkfähigkeit.
Einen kleinen Haken hat OS/2 dennoch: der Rechner, auf dem dieses Betriebssystem laufen soll, muß ganz schön schnell sein - mindestens ein Pentium - und sollte einen Arbeitsspeicher von 32 MB haben.
Außerdem gibt es natürlich nicht die riesige Menge von Anwendungssoftware für OS/2 wie für Windows.
Doch auch der Heimanwender kann von der Betriebssicherheit dieses Systems profitieren. Wer nicht nur spielen will, für den bietet OS/2 eine ernstzunehmende Alternative.
Zeitschriften:
OS/2 Inside erscheint monatlich im AWi-Verlag, einmal im Vierteljahr gibt es ein Chip - Sonderheft OS/2 Spezial
Bücher:
OS/2 Warp 4 in Team, verfaßt von Profis aus dem Team OS/2, erschienen im Computer&Literatur Verlag
OS/2 Warp 4 - Das Kompendium aus dem Markt und Technik Verlag
OS/2 Warp 4 - Das Buch aus dem TEWI Verlag
Links zum Thema OS/2:
http://www.os2net.demon.nl/frame/index
http://www.leo.org/pub/comp/os/os2/
http://www.mensys.nl/download/index.html
http://service.boulder.ibm.com/asd-bin/doc/en_us/catalog.htm
http://www.software.ibm.com/ad/vajava/download.htm
http://www.software.ibm.com/os/warp/ (OS/2 Page von IBM)
http://cixxy.ecce-terram.de/bda/nat/teamos2/faq.htm#c1
http://www.io.com/imur/index.html
Betriebssystem-Alternativen:
Rhapssody:
Rhapsody ist ein Betriebssystem aus dem Hause Apple, das noch einige Monate benötigt, bis es auf dem Markt erhältlich ist. Rhapsody wird es für Apple-Computer wie für die sogenannten intelkompatibelen Rechner geben. Rhapsody zeichnet sich durch eine hohe Stabilität und Sicherheit aus. Es wird vor allem dort seinen Platz finden, wo Grafiker ihre Arbeit tun. Denn eine Besonderheit an diesem Betriebssystem ist die besondere Darstellung der Zeichen (Buchstaben, Grafiken etc.) auf dem Computerbildschirm. Dank einer Technologie, genannt Display Postscript, kann man zum Beispiel die Grafiken, die man hat, fast unendlich vergrößern, ohne einen Qualitätsverlust. Und, wenn der Drucker, den man angeschlossen hat auch "Postscript" beherrscht, dann bekommt man seine Grafik auch so ausgedruckt, wie man sie auf dem Bildschirm gesehen hat.
Rhapsody soll es im Laufe des jahres 1998 geben. Zunächst erst als Version für Apple-Computer und dann für die Intel-Welt.
Links:
http://www.apple.com/Rhapsody/
AMIGA-OS
Das Amiga-OS hatte bereits vor vielen Jahren die Funktionen, die man in Konkurrenz-Systemen vermisst. Klein und fein lautete die Devise der Entwickler von Amiga-OS. Dieses Betriebssystem arbeitet auf den sogenannten Amiga-Computern mit Computerchips der Serie 68000. Gerade die einfach zu bedienende Benutzeroberfläche des Systems ist ein herausragendes Merkmal dieses OS.
Leider war der Erfolg dieses Betriebssystems an den Erfolg der Amiga-Computer gekoppelt. Und, wie bekannt, ging der Gründer von Amiga, die Firma Commodore, vor Jahren in Konkurs. Der Nimbus des "Spielcomputers" war wohl einer der Gründe, warum sich dieses System, zu Unrecht, nicht in größerem Umfang eingesetzt wurde.
Erst vor kurzem wurde die Rechte an Amiga-Computern und Amiga-OS an den Computer-Hersteller Gateway verkauft. Nun scheint dieser Computertyp und das Amiga-OS wieder in die Computerszene zurückzukehren.
Amiga wird, dank seiner ausgeprägten Multimediafähigkeiten, heutzutage noch in vielen Fernsehproduktionsgesellschaften eingesetzt. Selbst die größte Filmindustrie der Welt, Indien, setzt Amiga-Computer für den Videoschnitt ein.
Links:
http://www.yahoo.com/Computers_and_Internet/Operating_Systems/
BE-OS:
Wirklich sehr vielversprechend ist ein funkelnagelneues Betriebssystem mit Namen BE-OS schleicht sich so langsam auf die Computer dieser Welt. Dieses OS stammt von der amerikanischen Firma BE (http://www.be.com) und gibt es derzeit als Alternatives-Betriebssystem für Apple-Computer.
Bei der Entwicklung des Systems wurde darauf geachtet, daß man etwas vollkommen Neues schafft. Alle alten Hüte anderer Betriebssysteme wurden entfernt, und ein sehr schlankes ( es braucht gerade mal 8-10 MB auf einer Festplatte) und sehr schnelles Betriebssystem entwickelt. Da die endgültige Version, die wahrscheinlich so um die 150 D-Mark kosten wird noch nicht auf dem markt ist, gibt es BE-OS derzeit kostenlos. Man kann sich BE-OS über das Internet bestellen oder man schaut auf Macintosh-Zeitschriften mit CD-ROM. Dort findet man in regelmäßigen Abständen das OS. In Kürze wird es BE-OS auch für Intel-kompatibele Rechner geben.
Der Erfolg eines Betriebssystems richtet sich auch in großem Maße an den sogenannten Applikationen, also den Anwendungs-Programmen wie einer Textverarbeitung oder einer Grafik-Anwendung. Auch hier tut sich im Moment sehr viel. Beatware (http://www.beatware.com) veröffentlichte zum Beispiel eine komplette Office-Applikation (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Grafikprogramm....) für 69 Dollar. In wenigen Wochen wird dieses Office-Paket auch Dokumente von Microsoft-Applikationen verarbeiten können.
LINKS:
http://www.be.com/products/beos_download/ (BE-OS- zum Download)
http://www.beeurope.com (Europa-Seite von BE)
http://www.beatware.com (Office-Paket für Be-OS)
http://www.bedepot.com/ (Hier gibt es Software)
http://www.adamation.com/ (Multimedia-Applikationen - Superklasse)
http://www2.ai-lab.fh-furtwangen.de/~DeBUG/ (Deutsche BE-OS-User-Group)
Zusammenfassendes Fazit:
Wenn Sie sich einen Computer, beziehungsweise ein neues Betriebssystem zulegen wollen, dann ist unser wichtigster Rat: Glauben Sie nicht daran, daß ausgerechnet das Betriebssystem das Beste ist, das Jedermann benutzt. Leider zählt im Computerbusiness nicht immer das bessere Produkt, sondern das bessere Marketing.
Ein bißchen Aufwand lohnt sich allemal auch andere Betriebssysteme kennenzulernen. Fragen Sie doch mal in Ihrem Bekanntenkreis herum, ob schon Jemand Erfahrungen mit Computern hat. Schlendern Sie doch mal über die eine oder andere Computermesse und probieren sie die Dinger wirklich aus.
Nehmen Sie in einem Zeitschriftenladen doch auch mal eine Computerzeitschrift in die Hand, die Sie sonst übersehen haben. Für fast jedes Betriebssystem gibt es auch eine entsprechende Zeitschrift. Vielleicht entdecken Sie ja dann genau das System, das für Sie das Richtige ist.
Und allerwichtigster Tip - Schauen Sie regelmäßig NEUES...die ComputerShow , denn da bekommen Sie die Informationen, die man wirklich gebrauchen kann.
Quelle: NEUES...die ComputerShow, 3sat, 23.2.98